Wohnungsbelüftung

Die größte Menge an Energie im Haushalt wird für die Erzeugung von Raumwärme verbraucht - ein schonender Umgang mit der Raumwärme verringert den Energieverbrauch und schont so Umwelt und Geldbeutel. Generell kann auf die Lüftung von Gebäuden nicht verzichtet werden - weil sich sonst Luftfeuchtigkeit in den Räumen ansammelt und es zur Schimmelbildung kommt.

Richtig lüften - aber wie?

Um zu verhindern, dass beim Lüften zu viel Wärme nach draußen abgegeben wird und dass sich Möbel, Fenster und Wände abkühlen sollten die Fenster möglichst nur kurz offen sein. Am besten eignen sich das...

  • Stoßlüften: Bei ganz geöffnetem Fenster 4-10 Minuten mehrmals täglich lüften (je kälter es ist desto kürzer lüften)

und das

  • Querlüften: "Durchzug", alle Fenster 2-4 Minuten und mehrmals täglich öffnen).

Beim Stoß- und Querlüften wird die gesamte Raumluft ausgetauscht - Wasserdampf und Schadstoffe gelangen nach draußen. Gleichzeitig bleibt der Energieverlust geringer als wenn die Fenster längere Zeit gekippt werden. Einen optimalen Umgang mit der Raumluft erhält man durch den Einbau einer kontrollierten Wohnungsbelüftungsanlage. Diese sorgt für ein gleichmäßig gutes Raumklima mit passender Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich wird die Frischluft die von außen herein kommt über einen Wärmetauscher aufgeheizt. Kontrollierte Wohnungsbelüftung senkt den Energieverlust um bis zu 50%.

Funktionsschema einer kontrollierten Wohnungslüftungsanlage

Bei einem Einfamilienhaus betragen die Wärmeverluste beim Lüften schon 50%, bei einem Mehrfamilienhaus sind dies bereits 75%. Unkontrollierte Lüftung über gekippte Fenster ist nicht mehr zeitgemäß – wegen des höheren Energieverlustes.

Eine kontrollierte Lüftung dagegen nutzt die in der Abluft vorhandenen Wärme konsequent aus: Aus den Fortlufträumen Küche, Bad und WC wird die belastete Luft abgesaugt und über einen Gegenstrom-Kanal- Wärmetauscher nach außen geblasen. Die frische, trockene Außenluft wird ebenfalls im Gegenstrom zur Abluft über den Kanal-Wärmetauscher geführt und mit 10% Wärmeverlust in die Frischlufträume Wohnzimmer, Schlafzimmer wieder eingeblasen. Die Außenluft gelangt somit auch an kalten Tagen nicht mehr mit z. B, 0ºC, sondern bereits mit 18ºC in die Räume. Daraus ergibt sich eine Heizkostenersparnis von 20 – 50%: Auch die Frage des hohen Stromverbrauchs der Ventilatoren ist mittlerweile durch den Einsatz von stromsparenden Gleichstrommotoren geklärt. Das Verhältnis von Stromeinsatz zu zurückgewonnener Wärme beträgt bei den neuen Geräten nunmehr 1 : 20.
Die Investitionsrücklaufzeiten liegen bei den Lüftungsanlagen je nach Berechnungsansatz (Förderung, Heizungsminderungskosten, usw.) zwischen acht und 15 Jahren.

Argumente für die kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung

Kontrolliert lüften mit Wärmerückgewinnung – der energiesparende Weg zu mehr Behaglichkeit

  • Mehr Wohlbehagen: Die verbrauchte Luft im Haus wird ständig gegen gereinigte Frischluft ausgetauscht. Schadstoffe, Staub und Blütenpollen werden dabei weggefiltert. Mücken und sonstige Insekten bleiben draußen.

  • Weniger Heizkosten: Die Wärme aus der verbrauchten Luft wird mittels eines Kanal-Wärmetauschers zu 90% zurückgewonnen und der Frischluft zugeführt, ohne dass sich die Luftströme vermischen. Das Ergebnis ist eine Heizkosteneinsparung von 30 bis 50%

  • Wirtschaftlich-ökologische Gesamtlösung - Heizung und Lüftung: Durch die Reduzierung der Heizenergie kann eine kleinere Heizanlage installiert werden. Damit wird der Einsatz einer Wärmepumpenheizung oder elektrischen Heizung wirtschaftlich sinnvoll: Gaszuleitung und Schornstein (ca. 4.000€) können eingespart werden.

  • Ruhiger Wohnen: Bei kontrollierter Lüftung können die Fenster geschlossen bleiben und trotzdem ist frische Luft in allen Räumen. Lärm von Nachbarn und belebten Strassen bleibt draußen. Nichts stört die Nachtruhe.

  • Bequem und sorglos leben: Die Sorge um ausreichende Lüftung übernimmt das kontrollierte Lüftungssystem. Pflanzen brauchen nicht mehr vom Fensterbrett geräumt und an offenstehende Fenster muss nicht mehr gedacht werden.

  • Automatische Geruchsbeseitigung: Essensdunst in der Küche, Gerüche vom WC, Wasserdampf im Bad, textile Ausdünstungen, Tabakqualm im Wohnzimmer: Alle Gerüche werden permanent nach draußen geleitet.

  • Keine Schäden durch Feuchte mehr: Feuchtigkeit (entseht z.B. durch Kochen und Duschen) kann sich nicht mehr festsetzen, weil sie sofort abgeführt wird. Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmelpilze kommen bei fachgerechter kontrollierter Lüftung nicht vor.


Links zum Thema

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Deutsche Energie Agentur
Informationen zum Thema Wohnungsbelüftung
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Klima Sucht Schutz
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